Leute, ich bin es echt leid. Ich hab keinen Bock mehr auf dieses Gewicht, dieses aufgedunsene Gesicht das mich morgens mürrisch im Spiegel begrüsst. Auf die Wurstfinger, an die keiner meiner tollen Ringe mehr passt und von denen auch die tollsten Nägel nicht ablenken können. Auf die Rettungsringe, die über meinem Gürtel heraus quellen und mit denen einfach alles richtig scheisse aussieht. Auf den Frust vor dem Kleiderschrank, wenn das letztjährige Lieblingsshirt auf einmal zu eng ist. Auf das schlechte Gewissen bei jedem ersten Stück Schokolade, was dann unwiderruflich zum zweiten und dritten führt und dem dann so typischen ‘Nu ist auch alles egal’ – Verschlingen der ganzen Tafel..
Ich mag einfach nicht mehr fett sein. Und ja, das Wort ist bewusst gewählt, nicht weil ich hören will “Aber du bist doch nicht fett, du bist gross, da verteilt sich das besser..” sondern einfach weil das am ehesten der Wahrheit entspricht! Selbst bei einer Körpergrösse von über 180cm ist eine nicht grade niedrige DREISTELLIGE!! Zahl viel. Zu viel! Und das soll sich nun (endlich und zum letzten Mal!!) ändern.
Und auch wenn ich den BMI nicht für das Mass aller Dinge betrachte, eine gute Richtlinie ist er alle mal. Und der ist bei mir mit >35 definitiv zu viel! Dabei weiss ich im moment nicht mal genau wie viel ich wiege. Aber mehr als bei meinem letzten Waag-gang alle Mal. Das sehe ich ja an meinen Klamotten. Und dabei war das damals schon zu viel. Mehr als zu viel. Muss mich wohl echt mal auf die Suche nach der Waage machen.
Natürlich weiss ich wie abnehmen funktioniert, hab ich ja schon unzählige Male gemacht. Mit Erfolg. Bis dann der Schweinehund mal wieder überhand genommen hatte und aus dem “Heute darf ich mal, morgen gibt es dann keine Schokolade” irgendwann “Och, die 5 Kilos, die krieg ich schnell wieder runter, ich weiss ja wie’s geht” bis hin zu “Ach du Schande!!!” und “Nu ist auch schon alles egal”..
Aber ehrlich gesagt ist es eben nicht egal. Und zwar nicht weil meine Bessere Hälfte rummault – das würde er nie wagen
– oder weil ich zu geizig (und pleite) bin um Geld für die nächste Konfektionsgrösse auszugeben – sondern einfach weil ich es leid bin. Und nein, ich habe nicht vor, irgendeiner Diätengruppe beizutreten, oder mich mal wieder im Fitnesstudio anzumelden – nur um dann eh wieder nicht hinzugehen und letztendlich mein schlechtes Gewissen gegen eine leeres Konto auszutauschen – denn rein theoretisch könnte ich ja morgen hingehen und wieder anfangen.. Auch wenn das nie passiert. Und brauch ich wirklich jemanden, der mir erklärt, dass Schweinesteak mehr Kalorien als Putenbrust hat? Und dass ich meine Latte doch lieber als skinny bestellen sollte? Oder dass mein Verbrauch grösser sein muss als mein Intake, wenn ich Gewicht verlieren will? Oder dass eine Null-Diät alles nur noch schlimmer macht? Denn wenn ich eins weiss, dann ist es wie Abnehmen theoretisch funktioniert. Aaahja, Knackpunkt: Theoretisch! Da sind wir Dicke alle echt richtig gut drin! Richtige Profis sozusagen. Selbst das Abnehmen an sich kriegen wir kurzzeitig hin – doch wie sieht es mit dem Schlank sein aus? Dem Schlank bleiben? Da hat es bei mir bisher immer gehapert. Und dementsprechend sind alles wieder Gleich neben dem Jo-Jo-Effekt, den kennen wir nämlich auch in- und auswendig!
Worauf warte ich dann noch? Dass mir jemand in den Hintern tritt? Dass meine Gesundheit den Bach hinuntergeht und ich einfach keine Wahl mehr ab, ob ich nun endlich mal abnehme oder nicht?? Dass mir Schokolade nicht mehr schmeckt? Dass mir alle Zähne ausfallen und ich nichts mehr essen kann? Dass mir morgen meine Fairy Godmother einen Wunsch gewährt und ich einfach so schlank bin?
Und nein, nicht morgen, sondern HEUTE fang ich an!
Natürlich ist das nicht einfach. Und natürlich geht das auch nicht von heute auf morgen. Selbst wenn ich jede Woche die als “Gesunde Durchschnittsabnahme” angestrebten 0,5 – 1kg habe, es werden Monate vergehen bis ich auch nur eine Verbesserung sehe – von einer kleineren Kleidergrösse ganz abgesehen. Aber es ist ja nicht so, dass ich mir mein Gewicht innerhalb der letzten 3 Monate angefressen habe – wohl eher innerhalb der letzten 6 Jahre!
Von daher: Langfristig denken! Gesund leben! Und nicht alles von der Zahl auf der Waage abhängig machen..






